Podiumsdiskussion Fristenlösung
Auf dem Podium diskutierten:
- Caroline Blume, Fachärztin und Leiterin der Gynäkologie am Spital Chur
- Karin Frick, Historikerin beim Liechtenstein-Institut unter anderem mit besonderem Fokus auf das Thema Veto
- Ece Tuana Türkyilmaz, Vertreterin der Initiative
- Caroline Brändle, Seelsorgerin Gams
- Lisa von Reden, Fachbereich Gleichstellung beim VMR
Moderiert wurde der Anlass von Michael Beck.
Gleichzeitig wurde die Diskussion für eine Podcastaufnahme aufgezeichnet.
Im Zentrum stand die Auseinandersetzung mit reproduktiven Rechten und der Frage, wie Selbstbestimmung, medizinische Versorgung und gesellschaftliche Rahmenbedingungen gestaltet sein müssen, damit Menschen ihre Entscheidungen frei und informiert treffen können. Aus menschenrechtlicher Perspektive ist dabei zentral: Der Zugang zu Gesundheitsversorgung, die Achtung der körperlichen Autonomie und die Gleichbehandlung sind eng mit der Menschenwürde verbunden. Fragen rund um reproduktive Gesundheit sind deshalb nicht nur politische oder medizinische Themen, sondern auch Fragen der individuellen Rechte und der gesellschaftlichen Teilhabe.
Konkret auf den Schwangerschaftsabbruch bezogen, schätzt der VMR wie auch internationale Gremien, die aktuelle Situation für Betroffene in Liechtenstein als nicht menschenrechtskonform ein. Eine Fristenlösung, so wie sie in die Initiative vorschlägt, setzt zentrale Menschenrechte um und stellt eine grosse Verbesserung zur jetzigen Situation dar.
Die Diskussion bot Raum für unterschiedliche Perspektiven, historische Einordnungen und den gemeinsamen Austausch darüber, wie ein verantwortungsvoller Umgang mit diesen Themen aussehen kann.
Vielen Dank an alle Podiumsteilnehmenden, an die Moderation und an alle, die zum Gelingen des Anlasses beigetragen haben.
