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Psychische Gesundheit

Die Besorgnis um die psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen schlägt sich im Regierungsprogramm 2025 nieder. Dort nennt die Regierung die Verbesserung der psychischen Gesundheit von jungen Menschen als Zielsetzung.

Das Schulamt veröffentlichte Anfang des Berichtsjahrs die Ergebnisse der im Schuljahr 2023/24 durchgeführten Pilotstudie am Liechtensteinischen Gymnasium (LG) in Vaduz – beauftragt bei der Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW). In der Studie wurden Schülerinnen und Schüler zur psychischen Gesundheit befragt, um eine bislang fehlende Datengrundlage für ein landesweites Monitoring-System zu schaffen. Ausgehend davon kündigte das Schulamt im Berichtsjahr die Fortführung und den Ausbau von Studien zur psychischen Gesundheit an den Schulen an. Im Juni 2025 wurden die Ergebnisse der Pilotstudie im Landtag auch in einer Kleinen Anfrage thematisiert. Die grosse Mehrheit der befragten Schülerinnen und Schüler war mit ihrem Leben zufrieden, litt aber trotzdem häufig unter schulischem Stress – was einen Hinweis auf hohe Leistungsbereitschaft bei gleichzeitig unzureichender Stressbewältigung ergibt. Als Sofortmassnahme stockte das Schulamt unmittelbar auf das Schuljahr 2025/26 die Schulsozialarbeit am LG auf; die Regierung räumte jedoch gleichzeitig ein, dass aktuell zum Teil die Ressourcen fehlen würden, um präventiv tätig zu werden.

Im Berichtsjahr beschäftigten sich die Behörden mit dem Ausarbeiten von Massnahmen im Bereich der ambulanten Versorgung von Kindern und Jugendlichen mit medizinischen wie auch psychiatrischen Leistungen. Während im Bereich der ambulanten Kinder- und Jugendpsychiatrie per Jahresbeginn ein konkreter Schritt umgesetzt wurde, blieb die kinderärztliche Versorgungslage bis zum Ende des Berichtsjahres angespannt – mit einer unbesetzten Stelle. Konkret praktizierten zu Beginn des Berichtsjahres vier Kinderarztpraxen in Liechtenstein. Da eine vakante Bedarfsstelle im Inland nicht besetzt werden konnte, wurde per Januar 2025 erneut ein OKP-Vertrag mit einer Kinderarztpraxis im grenznahen Ausland abgeschlossen. Als Massnahme aus dem Psychiatriekonzept 2024 wurde per Januar 2025 eine schlecht ausgelastete Stelle aufgeteilt und eine zusätzliche Kinder- und Jugendpsychiaterin mit OKP-Vertrag zugelassen, womit ihre Praxis im grenznahen Ausland für liechtensteinische Versicherte ohne erweiterte OKP zugänglich wurde. Somit sind zwei statt drei Kinder- und Jugendpsychiaterinnen und -psychiater mit OKP-Zulassung tätig, bei gleichbleibenden 200 Stellenprozenten.

Im Oktober 2025 thematisierten Medien und Landtag die drohende Knappheit bei der kinderärztlichen Versorgung angesichts einer angekündigten Pensionierung per Ende 2026 erneut. Sie bewegten das Ministerium für Gesellschaft und Justiz zu Massnahmen. So passte es die Bedarfsplanung an, führte Gespräch mit Tarifpartnerinnen und -partnern und beauftragte das Landesspital, eine tragfähige pädiatrische Lösung vor Ort zu erarbeiten. Trotz angepasster Bedarfsplanung blieb eine 50%-Bedarfsstelle per Ende Berichtsjahr unbesetzt.

 

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Ein Präventionsprogramm zur Stärkung der psychischen Gesundheit von Kindern und Jugendlichen, mit einem Schwerpunkt auf benachteiligte Kinder und Jugendliche, entwickeln und umsetzen.

 

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