Sexualisierte Gewalt
Verschiedene Organisationen wie die Informations- und Beratungsstelle für Frauen (infra), der Liechtensteinische ArbeitnehmerInnenverband (LANV) oder der VMR dokumentieren Fälle von sexualisierter und sexistischer Gewalt in Liechtenstein, darunter auch homophobe oder queerfeindliche Gewalt. Dazu gehören Hassrede wie Beleidigungen, Herabwürdigungen und Belästigungen bis hin zu Drohungen, die im öffentlichen Raum, insbesondere am Arbeitsplatz oder in Ausbildungskontexten sowie zunehmend im digitalen Raum vorkommen. Dies zeigen auch Studien im DACH-Raum auf. Ein erheblicher Teil der Vorfälle wird nicht gemeldet, was auf eine hohe Dunkelziffer und bestehende Hürden im Zugang zu Unterstützung hinweist.
Vor diesem Hintergrund wurde in Liechtenstein die Sensibilisierungskampagne „Kein Platz für Sexismus“ lanciert. Sie ist eine gemeinsame Initiative der infra Informations- und Beratungsstelle für Frauen, des aha - Tipps & Infos für junge Leute sowie des Amtes für Soziale Dienste. Ziel der Kampagne ist es, über verschiedene Formen von Belästigung aufzuklären, Handlungsmöglichkeiten aufzuzeigen und Zivilcourage im Alltag zu stärken. Sie vermittelt praxisnahe Informationen dazu, wie Belästigung erkannt werden kann, welche Handlungsschritte im konkreten Fall möglich sind und welche Rechte Betroffene haben.
