Geschlechtsspezifische Tötungsdelikte
Auch im Jahr 2025 zeigen Entwicklungen in Europa weiterhin eine hohe Zahl an Tötungsdelikten im Kontext häuslicher und partnerschaftlicher Gewalt. Betroffen sind überwiegend Frauen, häufig in aktuellen oder ehemaligen engen sozialen Beziehungen, darunter auch ältere Frauen. In Österreich wurde im Berichtsjahr erneut eine Zunahme an Femiziden (Frauenmorden) im familiären oder partnerschaftlichen Umfeld registriert (siehe Polizeiliche Kriminalstatistik 2025). Auch bei geschlechtsspezifischen Tötungsdelikten im häuslichen Kontext zeigen Daten aus der Schweiz und den Nachbarländern ein stabiles, jedoch weiterhin relevantes Niveau. In der Schweiz sind bei Tötungsdelikten im häuslichen Bereich überwiegend Frauen betroffen; Männer machen nur einen kleinen Anteil der Opfer aus und sind häufiger im erweiterten familiären Umfeld betroffen als in Intimpartnerschaften.
Die vorhandenen Zahlen zeigen somit eine klare geschlechtsspezifische Differenzierung der Betroffenheit, wobei Frauen deutlich häufiger Opfer tödlicher häuslicher Gewalt werden. Die Entwicklungen unterstreichen jedoch den Bedarf an verstärkter Prävention, besserer Datenerhebung sowie einem ausgebauten Schutz- und Unterstützungssystem für Betroffene.
