Bildung und Sensibilisierung
Das Wissen über die Menschenrechte bildet die Grundlage für jeden Menschenrechtsschutz. Informationen über die Menschenrechte und Menschenrechtsbildung müssen für alle zugänglich sein. Der Zugang zum Recht muss für alle Personen möglich sein.
Populismus und Radikalisierung nehmen weltweit zu. Umso wichtiger sind menschenrechtliche Bildung und Förderung von Toleranz. Dazu gehören die Information über die eigenen Rechte, über Beratungs- und Unterstützungsangebote und über Möglichkeiten, seine Rechte durchzusetzen - aber auch das Erkennen von Vorurteilen und Diskriminierung und das Erlernen wirksamer Gegenpositionen. Der VMR führt zusammen mit Partnerorganisationen seit 2019 Menschenrechtsworkshops und Toleranzworkshops an weiterführenden Schulen durch. Schülerinnen und Schüler lernen darin die Menschenrechte kennen. Sie erfahren, wie ihre Rechte in Liechtenstein und weltweit geschützt sind und eingefordert werden können. Die Toleranzworkshops zeigen auf, wie Vorurteile zu Diskriminierung und Mobbing führen können. Praxisnahe Übungen fördern Respekt, Gleichheit und Toleranz bei jungen Menschen. Seit Projektstart haben 53 Schulklassen mit 858 Schülerinnen und Schülern das Workshop-Angebot genutzt. Im Berichtsjahr wurden 14 Workshops durchgeführt. Die zunehmende Nachfrage nach den Workshops und die positiven Rückmeldungen der Teilnehmenden sind eine grosse Motivation und bestätigen die Notwendigkeit und die Qualität dieses Angebots. Wir danken unseren privaten Gönnerinnen und Gönnern für die Finanzierung!
Die Bedeutung der Meinungs- und Informationsfreiheit für Demokratie und Rechtsstaat war das Thema der Veranstaltung zum Tag der Menschenrechte 2025. Dies vor dem Hintergrund, dass diese Freiheiten weltweit unter Druck geraten: Journalistinnen und Journalisten werden behindert, eingeschüchtert oder verfolgt, überwacht oder zensiert. Wirtschaftlicher und politischer Druck gefährdet die Vielfalt unabhängiger Medien. Gleichzeitig nehmen gezielte Desinformation und Provokation zu. Dabei sind sachlich fundierte und allgemein zugängliche Informationen sowie ein breiter Austausch von Meinungen die wesentliche Grundlage für die Meinungsbildung und damit für das Funktionieren von Demokratie und Rechtsstaat. Raphaela Cueni, Expertin für Kommunikationsgrundrechte und Präsidentin der Schweizerischen Menschenrechtsinstitution und verschiedene Medienexpertinnen und Experten aus Liechtenstein diskutierten über die Stärkung dieser zentralen Menschenrechte. Das Podium richtete dabei auch den Blick auf Liechtensteins schrumpfende Medienlandschaft und die Auswirkungen auf die Meinungsvielfalt.
